Rezension „Steve Jobs“

„Leseratten-Problem: Wenn man bis 3 Uhr morgens liest und die Befürchtung hat, das beste Buch des neuen Jahres bereits im alten Jahr begonnen zu haben. Was soll dann noch kommen? *sfz*“

Der Eintrag stammt vom 1. Januar dieses Jahres – ich habe ihn auf Facebook gepostet, als ich die Biografie von Steve Jobs gelesen habe. Bis jetzt muss ich leider sagen, dass sich die Befürchtung ein wenig bewahrheitet hat und meine Begeisterung für das Buch ist auch der Grund dafür, dass diese Rezension sehr spät kommt.

Inhalt
Walter Isaacsons „Steve Jobs“ ist eine Biografie über Steven Paul Jobs, den bekannten – und im Oktober 2011 verstorbenen – Apple-Firmengründer und langzeitigen Apple CEO.

Die Geschichte über Jobs basiert auf über 40 Interviews mit ihm und unzähligen weiteren Interviews, die Isaacson mit Freunden, Weggefährten, aber auch Konkurrenten und Gegnern geführt hat. Glaubt man Isaacson, hat Jobs nur an einem Punkt etwas bezüglich des Buches bestimmen wollen: Die Umschlaggestaltung. Bei den Inhalten dagegen, soll Jobs seinem Biografen freie Hand gelassen haben.

Und so erzählt das Buch nicht nur von dem genialen Marketingstrategen, der Apple aufbaute und Jahre später kurz vor dem Ruin retten sollte. Es erzählt auch von dem lauten, ungehobelten, dem nicht so netten Jobs, der seine Angestellten zur Weißglut treiben konnte (und das wusste!) und so manch eine Fehlentscheidung traf. Manche führten dazu, dass er sein eigenes Unternehmen zunächst verlassen musste.

Mit Sicherheit beschreibt die Biografie nicht 100%ig objektiv, wie Jobs wurde was er war – aber vollkommene Objektivität ist sowieso nicht möglich. Isaacsons Buch stellt den umfassenden Versuch dar, ein ungewöhnliches, ein besonderes und ein in großen Teilen erstaunliches Leben mit all seinen Facetten zu erzählen.

Meine Meinung
Als ich das Buch bekam, war ich von Apple-Produkten bereits überzeugt – ich habe einen iPod und ein iPhone (mittlerweile auch ein iPad) und bin damit mehr als zufrieden. Aber ich wollte nicht zu den Apple-Jüngern oder Fangirls gehören, die blind alles toll finden, was mit dem angebissenen Apfel oder Jobs zu tun hat.

Also las ich diese Biografie – ich versprach mir davon, einen Einblick in die Person Steve zu erlangen, beide Seiten von ihm zu sehen und mir selber ein Bild machen zu können. Sicher ist das über ein Buch nur begrenzt möglich. Und natürlich kann man so nicht über einen Menschen urteilen – das war ja auch nie mein Ziel. Ich war nur neugierig auf die Person hinter dem Unternehmen.

Glücklicherweise habe ich die englische Ausgabe gelesen – die deutsche soll wohl voller Übersetzungsfehler sein. Das Buch liest sich sehr flüssig, die einzelnen Episoden aus Jobs‘ Leben wurden von Isaacson auf spannende Weise miteinander verknüpft und selbst der Einsatz von notwendiger Fachsprache, was technologische Entwicklungen anbelangt, stört den Lesefluss nicht.

Ich hatte nach dem Lesen des Buches das Gefühl, einen Blick hinter die Kulissen geworfen zu haben und ich sehe nun Apple-Produkte (oder auch Pixar-Filme) mit anderen Augen.

Die Lektüre dieses hochinteressanten und sehr informativen Buches kann ich ausdrücklich empfehlen – am besten, man hat nebenbei Youtube offen um sich dort passende Videoaufnahmen (z.B. vom Werbespot 1984) anzusehen.

Wenn ich könnte, würde ich mehr als 5 von 5 Sternen vergeben.

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Ein Gedanke zu “Rezension „Steve Jobs“

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