Stöckchen: 20 Dinge über mich, die vielleicht bekannt sind – oder auch nicht

Es kursiert ein Stöckchen im Netz, bei dem man 20 Dinge über sich erzählen soll – gefunden habe ich es beim lieben Frollein Heike. Diese macht fleißig dafür Werbung, weshalb ich jetzt einfach mal das Stöckchen schnappe und damit 20 Dinge über mich in die sandigen Dünen des WWW kritzel.

  1. Ich erzähle zwar gerne viel über mich, bezweifle gerade aber, 20 Dinge zusammengesammelt zu bekommen.
  2. Vor exakt acht Monaten lag ich mit 40 Fieber und fieser Grippe im Bett und weiß das nur deshalb noch, weil mein Führerschein jetzt acht Monate und vier Tage alt ist und ich ihn damals mit grippekrankem Fahrlehrer neben mir bestanden habe. Dafür weiß ich kaum noch, was ich letzten Sommer getan habe.
  3. Ich sollte vielleicht erwähnen, dass in jedem meiner Gespräche eine größtmögliche Anzahl an Referenzen auf Bücher, Filme oder Serien eingebaut wird. Gesprächspartner sind nicht gezwungen darauf einzugehen, ein anerkennendes Glitzern in dessen Augen zu finden, führt jedoch zum Addieren unzähliger Sympathiepunkte.
  4. Der einfachste Weg, andere Menschen dazu zu bringen, mich anzusehen als wäre ich komplett übergeschnappt, besteht darin, von meiner Mathematik- und Chemie-Leistungskurs Vergangenheit zu berichten.
  5. Meine größte Schwäche ist es, an unpassender Stelle sarkastisch zu werden, zu lachen oder ein Augenrollen nicht unterdrücken zu können.
  6. Wer mich im Alltag sieht, denkt meist, meine Lieblingsfarbe wäre Türkis. Das ist nicht korrekt. Die richtige Antwort lautet Grün.
  7. Frauen, die ihre Bücherregale als Schuh-Ausstellungs-Fläche nutzen und keinerlei (!) Bücher besitzen sind mir zunächst suspekt.
  8. Ich kann mich nicht betrinken. Mein Körper reagiert auf Alkohol mit Müdigkeit, weshalb ich meist nach einem Glas Wein friedlich einschlummern kann. Will man dafür sorgen, dass ich wach bleibe, sollte man mich an meinem standardmäßig geordertem Kirschsaft nuckeln lassen und erst Punkt Mitternacht den Silvester-Sekt herausholen.
  9. Ich mag keinen Sekt, der schmeckt so, wie unsere Monopoly-Scheine riechen (meine Mama hat da mal Sekt drüber gegossen, als ich klein war, seitdem sind die Assoziationen leicht verdreht).
  10. Ich spreche Englisch nahezu fließend, Spanisch vermutlich noch ganz brauchbar und mein Französisch ist soweit passabel, als dass ich bewundernswert schnell zurück ins Spanische wechseln kann. Ich vermute, dass die Gehirnregionen beider Sprachen noch immer einen Krieg um die Vorherrschaft führen.
  11. Wer Humor hat, ist mir grundsätzlich erstmal sympathisch. Unsympathisch sind mir zwei Dinge: Intoleranz und vorgeheuchelte Intelligenz. Seid lieber ehrlich und dumm, damit habe ich keine Probleme.
  12. Ich mag keine Extreme. Frühling und Herbst sind toll, Winterchaos und Sommerhitze kann ich nicht gebrauchen, es sei denn, ich habe Urlaub und (im Falle von Winterchaos) meine Familie muss nirgendwo hin.
  13. Wer meine Spinnenphobie belächelt, riskiert eine Konfrontation, die der entsprechende Mitmensch nur verlieren kann.
  14. Ich gehe – metaphorisch gesprochen – nicht bewaffnet in Gespräche. Alle Tricks, die ich durch mein Kommunikationswissenschafts-Studium (puh, dämlich langer Name) aufgeschnappt habe, versuche ich geflissentlich zu ignorieren. Außer, man kommt mir blöd.
  15. Das Wort „Studierfähigkeit“ ist der beste familiäre Insider-Joke, den es für mich gibt. Dass „Karma“ in Vegas strippt, ist sowohl im Freundeskreis als auch in der Familie ein super Insider-Joke. (Sehe ich da anerkennendes Glitzern in den Augen? Gut.)
  16. Meine Lieblingszahlen sind 13 und 42.
  17. Ich fluche gerne am Steuer – auf Spanisch – finde es aber unfair, wenn andere sich am Steuer über die Fahrweise anderer Mitmenschen aufregen. Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust. (Sehe ich da anerkennendes Glitzern in den Augen? Gut.)
  18. Ich trinke kein Sprudelwasser. Bäh.
  19. Ich habe meinem Vater versprochen, die nächste totale Sonnenfinsternis in Deutschland zu sehen. Da werde ich 94 sein. Wenn das Wetter schlecht ist, werde ich aus lauter Bosheit noch weitere 10 Jahre drauflegen, damit ich die Rente so richtig ausnutze.
  20. Ich hätte nie gedacht, die 20 Dinge tatsächlich voll zu kriegen. Das als letzten Punkt zu nehmen, wäre vermutlich Schmu und deshalb: Ich war mit 16 Debütantin beim ersten Dresdner Semperopernball und bekomme seit dem immer Herzrasen wenn irgendwo „An der schönen blauen Donau“ gespielt wird.

So, man soll diese Stöckchen ja immer weiter werfen, von daher wird dieses hier einfach mal eben so in die Luft geschleudert und meine Leser dürfen es sich wegfangen. Danke an die liebe Heike, hat Spaß gemacht!

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