Rezension: „Todesbotschafter“ (Cassandra Negra)

Und das hier ist nun der zweite Teil der Rezensionen zu der Buchreihe um Profilerin „Lea Lands“ von Cassandra Negra. „Die Lust des Bösen“ habe ich ja schon besprochen und nun geht es um Band zwei: „Todesbotschafter“. Obwohl mir Band eins nicht so gut gefallen hat – die Idee schon, aber die Ausführung dann nicht – wollte ich natürlich Lea Lands und ihren Erlebnissen eine zweite Chance geben, denn auch die Idee zu Band zwei klang verlockend und auch diesmal geht es um mehrere – miteinander verwobene – Handlungsstränge:

Inhalt:

Lea Lands, die junge Profilerin, wird jäh aus ihrem Urlaub gerissen, denn der Serienmörder aus dem ersten Buch ist geflohen und Lea kommt dadurch nicht zur Ruhe. Zeitgleich findet Maya, eine Professorin für Molekulargenetik einen Liebesbrief, der in die Zeit des Dritten Reiches führt. In einem dritten Handlungsstrang ereignet sich ein wahrer Alptraum: Eine Bombe wird mitten in Berlin und in unmittelbarer Nähe der Kanzlerin gezündet. Der Attentäter hat, das ist Lea klar, nicht allein gehandelt und so muss sie sich tiefer in diesen Fall voller religiösem Fanatismus hineinarbeiten.

Mein Eindruck:

Wie gesagt, ich fand die Idee eines Thrillers, der religiösen Fanatismus thematisiert sehr reizvoll. In dieser Richtung habe ich bisher sehr wenige Bücher aus dem Spannungsbereich gelesen und hatte gehofft hier eine entsprechende Geschichte zu finden.

Leider fand ich die vielen unterschiedlichen Handlungsstränge und Figuren sehr verwirrend. In Band eins gab es ja schon eine Menge Charaktere, aber hier hatte ich den Eindruck, dass es noch einige mehr geworden sind. Gut, ich und mein sehr schlechtes Namensgedächtnis sind da sicher kein Maßstab, aber ich manchmal fand ich die Szenen- und Figurenwechsel dann doch etwas abrupt.

Etwas schwierig fand ich auch diesmal wieder die sprachliche Seite. Für mich wirkten die Handlungen der Figuren leider, wie auch in Band eins, etwas forciert. Hauptsächlich lang das an den Beschreibungen der Gedanken der Charaktere, da diese eben beschrieben wurden, statt in Handlungen zum Ausdruck zu kommen. Das wirkte auf mich, als ob mir alle Beweggründe der Figuren gleich auf dem Präsentierteller serviert würden, weshalb sie auf mich auch wie in Band eins sehr „künstlich“ anfühlten.

Fazit:

Ich muss zugeben, dass ich die letzten ungefähr 100 Seiten dann nur noch quer gelesen habe, um zu erfahren, wie die Handlung ausgeht. Insgesamt ähnelte das Buch alles in allem sehr dem ersten Teil: Eine gute Idee mit viel Potential, aber leider war die Ausführung der Geschichte dann nicht wirklich meins. Schade, dass ich mit den Charakteren nicht warm geworden bin.

2 von 5 Sternen.

Weiteres zum Buch:

  • Broschiert: 440 Seiten
  • Verlag: Jerry Media Verlag AG; Auflage: 1. Aufl. 2014 (23. Mai 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3952390631
  • ISBN-13: 978-3952390634

Ein dritter Band – „Lautlose Killer“ –  folgt im nächsten Jahr. Achtung – Band 2 endet mit einem Cliffhanger, Ihr seid also gewarnt.

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