Rückblick auf eine Leserunde und ein Lagerfeuerbesuch

Guten Abend, meine Lieben. Es wird nun wirklich Herbst, aber manchmal ist es doch noch schön warm, um mit einem guten Buch draußen zu sitzen – oder, um am heimischen Elbstrand sitzend noch einmal eine richtig schöne Leserunde Revue passieren zu lassen. Die untergehende Sonne zeichnet leuchtende Muster in die wenigen Wolken am Himmel und da passt es dann auch ganz gut, dass ich zudem von Binea zum literatwoischen Lagerfeuer eingeladen wurde.

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Abendhimmel – Zeit für buchige Gespräche. (Foto: Privat)

Wir Ihr ja sicherlich alle mitbekommen habt, habe ich in den vergangenen Wochen an einer Leserunde auf Facebook teilgenommen. Kurz die wichtigsten Leserunden-Infos im Überblick:

Zum Buch selbst habe ich mich ja schon hier geäußert (und hier gibt es weitere Informationen dazu) und kann nur noch einmal wiederholen, dass es für jeden Bücherfreund eine Bereicherung der Sammlung ist und wunderbare Lesestunden bereitet. In Hinblick auf die nahende Weihnachtszeit – unschwer an diversen Lebkuchenregalen im Supermarkt zu erkennen – kann ich es auch nur als Geschenke-Geheimtipp empfehlen. Mit einer Geschichte aus dem Jahr 1919 läuft man selbst bei Bücherfreunden nicht so leicht Gefahr, dass die Geschichte schon bekannt ist.

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Eine zauberhafte Geschichte. (Foto: Privat)

Während der Leserunde habe ich ja hier immer Updates zum Lesestatus und den Leserundenfragen eingestellt. Nun könnte ich dort auch das Fazit zur Leserunde an sich posten, aber dann wäre mir der Blogpost nun wirklich zu lang geworden. Ich weiß ja nicht, wie es Euch geht, aber mir ist der schon jetzt ein wenig… scroll-lastig 😉

Die Idee zum Fazit zur Leserunde kam mir, als ich letztens mit meinen Eltern am sonntäglichen Kaffeetisch saß und ich ihnen eigentlich vom Buch erzählen wollte. Lachend stellten sie dann fest, dass ich eigentlich fast mehr über die Leserunde gesprochen hatte, weil beim Buch mein interner Spoiler-Schutz sehr schnell anspringt. Also habe ich einfach munter weiter von der Leserunde und dem Austausch über das Buch erzählt. Und dann dachte ich mir: Warum schreibe ich das nicht einfach alles ins Blog?

Wie Ihr hier seht, habe ich diese Idee nicht verworfen 😉 Im Folgenden nun also etwas, das man wohl als meine erste Leserunden-Rezension bezeichnen kann. Damit dieser Post nicht auch wieder – längentechnisch – ausartet, habe ich mir drei kleine Kategorien ausgedacht, zu denen ich etwas schreiben möchte. Wer unsere Leserundengespräche 1:1 sehen möchte, findet oben ja den Link dorthin (Spoiler sind auch in den einzelnen Threads dort gekennzeichnet, keine Panik).

Erster Eindruck

Schon vor Beginn der Leserunde wurde fleißig gepostet und alle Teilnehmer wurden auf sehr angenehme Weise aufgefordert, sich direkt zu beteiligen. Ob bei der Diskussion um das tatsächliche Erscheinungsdatum oder zum Cover: Von Anfang an hatte ich das Gefühl, mit sehr netten Menschen auf die gemeinsame Lektüre hinzufiebern.

Was mir besonders gefiel

Von meinen bisherigen Leserunden – die meisten fanden auf LovelyBooks statt – kenne ich es folgendermaßen: Jeder hat irgendwann sein Buch, liest, schreibt zu festgelegten Abschnitten seine Meinung, beendet das Buch und rezensiert. Nur ergeben sich dabei leider selten richtige Diskussionen auch über das Buch hinaus und wenn, dann sind diese doch recht kurz gehalten.

Ganz anders in dieser Leserunde: Selbst als die ersten – ich gehörte wohl dazu – das Buch bereits zu Ende gelesen hatten, wurde noch fleißig in vorherigen Threads gepostet und kommentiert und vor allem diskutiert. Natürlich wurde immer darauf geachtet, dass möglichst keine Spoiler gepostet wurden (außer in den entsprechend markierten Threads) und ich denke, das hat auch ganz gut funktioniert.

Zur regen Diskussion haben natürlich auch die unterschiedlichen Zwischen- und Leserundenfragen beigetragen und die jeweiligen Threads waren immer so wunderbar lebhaft, dass ich manchmal mit dem Nachlesen kaum hinterherkam. Von ausgetauschten Buchempfehlungen über Einblicke in die privaten Bibliotheken von uns Teilnehmern bis hin zu Überlegungen zu historischen Straßennamen war wirklich alles dabei. Ich habe mich immer gefreut, wenn neue Benachrichtigungen bei Facebook angezeigt wurden, weil einer der anderen etwas schrieb und insgesamt bin ich sehr glücklich dabei gewesen zu sein.

Und insgeheim hoffe ich jetzt, dass es so eine Leserunde bald mal wieder gibt, denn so ein reger Austausch zu einem so tollen Buch wird mir dann doch beim „Alleinelesen“ fehlen.

In einem Satz

Social Reading in Perfektion!

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Das Feuer flackert und lädt zu Gesprächen ein. (Foto: Privat)

In der Leserunde war auch Binea von Literatwo am Start und ich freue mich, dass sie mich zu einem literatwoischen Lagerfeuer eingeladen hat. Das bedeutet, ich durfte ihr einige Fragen zu „Das Haus der vergessenen Bücher“ stellen und umgekehrt habe ich ihr einige Fragen beantwortet. Ich kann Euch nur empfehlen, in unser Gespräch hineinzulesen. Zumindest Bineas Antworten sind sehr lesenswert. Bei meinen… nunja. Entscheidet selbst 😉

Wer also wissen möchte, welcher Charakter mir aus Christopher Morleys Geschichte am besten gefällt und was Binea zu Buchhandlungs-Hunden sagt, der möge mich bitte zum literatwoischen Lagerfeuer begleiten.

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3 Gedanken zu “Rückblick auf eine Leserunde und ein Lagerfeuerbesuch

  1. Hallo fleißige Sarah,

    endlich schaffe ich es mal ein Blogründchen zu drehen, mir deine Heimat anzuschauen und deinen ausgiebigen und wirklich tollen Bericht zu lesen. Zuvor war ich bei Bianca und habe euer sehr nettes Lagerfeuergespräch verfolgt. Wirklich große Klasse.

    Liebe Grüße Nanni

    • Hallo Nanni,

      danke für den lieben Kommentar – es freut mich, dass meine Beiträge gefallen. Positives Feedback ist schon fein 😉
      Vielleicht „verirrst“ Du Dich ja jetzt häufiger hierher. (Ich weiß, immer diese Extrawünsche 😉 )

      Liebe Grüße
      Sarah

  2. Pingback: Wochenrückblick [KW 43] | Mein Blätterwald

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