Rezension: „84, Charing Cross Road“ (Helene Hanff)

Dieser Briefroman war eines von drei Büchern, welche ich mir beim Atlantik Verlag aussuchen durfte, da ich in der Leserunde zu „Das Haus der verlorenen Bücher“ mit dem Hauptgewinn bedacht wurde. Hier könnt Ihr einen Blick auf den Rest dieses Buchpaketes werfen.

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(Foto: Privat)

Inhalt:

Die Geschichte dieses Briefromans ist eigentlich schnell erzählt: Die Amerikanerin Helene Hanff, Lektorin und Drehbuchautorin, fragt beim Londoner Antiquariatsbuchhändler Frank Doel an, ob er die von ihr gesuchten Bücher habe. Über viele Jahre entwickelt sich so eine Brieffreundschaft, die über die Liebe zum gedruckten Wort hinausgeht und sich sogar auf Lebensmittelsendungen in das vom Krieg gebeutelte London erstreckt.

Mein Eindruck:

Die Thematik der Brieffreundschaft zwischen Gleichgesinnten findet man häufig in der Literatur. Auch, dass Romane auf wahren Begebenheiten beruhen. Dass sich aber eine so wunderbare Freundschaft zwischen zwei realen Personen entwickelt und deren Briefe dann in einem Buch erscheinen, ist sicher nicht ganz so häufig. Besonders wird die Geschichte von Helene Hanff und Frank Doel durch den wunderbar herzlichen Umgang der beiden miteinander. Forsche Forderungen Hanffs nach neuem Lesestoff oder schöneren Ausgaben geliebter Werke wechseln sich ab mit sorgenvollen Erkundigungen nach Familienangehörigkeiten oder gar der Nachbarin Doels.

„84, Charing Cross Road“ ist Zeugnis einer Freundschaft zweier Büchermenschen, die durch die Freude an guten Büchern zueinander fanden.

Fazit:

Nicht zuletzt dieTatsache, dass ich meinen besten Freund ebenfalls durch die geteilte Freude an Büchern – damals noch über eine Mailingliste – fand, macht dieses Buch für mich zu etwas ganz Besonderem. Auch diese wunderbare Freundschaft im Zeitraffer wachsen sehen zu können, ist genau das, was man an kalten Winterabenden braucht.

Ich empfehle nicht oft Bücher als Geschenke, da – wie bei jedem Geschenk – die Auswahl etwas ganz Persönliches ist und man nicht verallgemeinern sollte. Dieses Buch kann ich jedoch uneingeschränkt als Geschenk für gute Freunde empfehlen. Vielleicht besonders für die, die man viel zu selten sieht.

Weiteres zum Buch:

 

  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: Atlantik (11. März 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3455600050
  • ISBN-13: 978-3455600056
  • Originaltitel: 84 Charing Cross Road

 

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Ein Gedanke zu “Rezension: „84, Charing Cross Road“ (Helene Hanff)

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