Skipper-Books BuchverwaltungsApp – ein erster Testbericht

Nachdem letzte Woche mein kleiner Testbericht vom Bloggerportal so gut ankam, habe ich jetzt am Wochenende ausgiebig die neue App, „Skipper-Books“ vom Atlantik Verlag getestet und hoffe, Euch einen ebenso guten Einblick in diese Möglichkeit zur Buchverwaltung zu geben.

Kurz zu meiner persönlichen Ausgangssituation: Ich habe ein iPhone 4, was nur noch iOS 7 bieten kann und auch ansonsten nicht mehr das schnellste ist. Da ich bald gemerkt habe, dass das Testen damit nicht wirklich optimal ist, habe ich meinem Vater sein iPhone 6 mit iOS 8 (bzw. 8-Punkt-KeineAhnungwelcheVersion 😉 ) kurzerhand gemopst und dann fröhlich weitergetestet.

Momentan gibt es „Skipper-Books“ übrigens nur für iOS – ich denke aber, Android wird auch bald bedient.

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(Screenshot, © Atlantik Verlag)

Auf den ersten Blick finde ich „Skipper-Books“ sehr ansprechend! Man erkennt sofort das analoge Vorbild: Bücher sind treu vom Atlantik-Verlag. Ab und zu gibt es statt des obigen Titelbildes auch die ein oder andere Buchempfehlung aus dem Atlantik-Verlag. Ich für mich empfinde das nicht wirklich als Werbung. Das mag daran liegen, dass es wirklich unaufdringlich gestaltet ist (und leicht per „x“ weggeklickt werden kann) oder einfach daran, dass ich Buchwerbung nicht störend finde 😉

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(Screenshot, © Atlantik Verlag)

Möchte man neue Bücher hinzufügen, gibt es gleich mehrere Möglichkeiten: Man kann den Barcode scannen, das Buch nach ISBN, Autor oder Titel suchen – oder einfach alles manuell eingeben.

Bei meinen Tests habe ich einfach mal querbeet in meine Bücherregale gegriffen. Problemlos ließen sich sowohl deutsche Bücher als auch englische bzw. amerikanische Ausgaben einscannen und meist erschien auch das richtige Buchcover. Erkennt der Scanner zwar das richtige Buch, aber nicht das korrekte Cover, kann man übrigens ganz einfach selbst ein Foto vom Buch machen und von der App verwenden lassen.

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(Screenshot, © Atlantik Verlag)

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Man kann sich die eingelesenen Bücher auf zwei verschiedene Weisen anzeigen lassen: Zum einen unter meine Bücher – hier kann man sich alle Bücher anzeigen lassen (so, wie ich das verstanden habe, nach „Einlese-Datum“ sortiert). Zum anderen gibt es die Listen-Funktion, da kann man dann nach Lust und Laune alle Bücher so sortieren, wie man das gerne möchte. Z. B. nach Autorennamen, ob man sie geschenkt bekommen oder gekauft hat… Ich selbst bin bei sowas zwar immer herrlich fantasiefrei, aber ich denke Ihr findet schon Möglichkeiten, die App mit allerlei Listen zu füllen!

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(Screenshot, © Atlantik Verlag)

Ganz spannend finde ich die Statistik. Nachdem ich dann ein paar Bücher eingelesen hatte (oben seht Ihr noch die Ausgangssituation der App vor der Scannerei), habe ich dann mal einen Blick hineingeworfen.

Man kann sich wunderbar anzeigen lassen, wie viele Bücher noch auf dem SuB liegen, schon angefangen wurden oder beendet sind. Da gibt es dann keine Ausreden mehr beim Buchkauf, dass man gar keine Ahnung hat, wie hoch der SuB ist 😉

(Screenshot, © Atlantik-Verlag)

(Screenshot, © Atlantik Verlag)

Ebenfalls interessant: Wie viele Bücher welcher Genres besitzt man bzw. wie gut bewertet man die gelesenen Bücher? Natürlich ist es eine Mammutaufgabe, alle Bücher der eigenen Bibliothek einzulesen und zu bewerten. Ich persönlich liebäugle damit aber schon – in der Hinsicht bin ich wohl ein Statistikfreak.

Für mich persönlich fehlen übrigens auch noch die ein oder anderen Statistiken: Ich halte gerne fest, ob ein Buch ein Hardcover oder Taschenbuch ist, welchen Handlungsort ich „bereist“ habe und in welcher Sprache ich meine Bücher lese. Vielleicht gibt es diese Funktionen ja bei einem der nächsten Updates – für die Statistikfanatiker unter den Büchermenschen 😉

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(Screenshot, © Atlantik Verlag)

Nun ein wenig zu den Details:

Da mein iPhone die App immer abstürzen ließ, als ich versucht habe, die Details der eingelesenen Bücher anzusehen bzw. sie zu verändern, sind diese Screenshots jetzt mit dem meines Vaters entstanden.

Wie Ihr seht, werden unter Buchinfos alle Details zu den Büchern direkt angezeigt – von Erscheinungsdatum bis hin zur Seitenzahl (die ich übrigens auch gerne in der Statistik hätte). Mir gefällt hier besonders die Übersichtlichkeit.

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(Screenshot, © Atlantik Verlag)

Unter Persönliches kann man die eigene Bewertung des Werkes festhalten – ich finde diese Knochen ja toll ohne Ende! – und eintragen, von wann bis wann man das Buch gelesen hat. Aber Achtung: Momentan ist es so, dass man zuerst den Monat eintragen sollte und dann erst den jeweiligen Tag. Hättet Ihr beispielsweise „Liebes Leben“ am 21. Februar begonnen, würde die App direkt wieder zum „08.“ zurückscrollen, denn scheinbar erkennt sie, ob ein Datum noch in der Zukunft liegt. Bei der „21“ vermutet die App also, dass Ihr am 21. März 2015 mit dem Buch gar nicht beginnen könnt – denn den Tag gibt es ja momentan nur in der Zukunft. Ich hoffe, Ihr versteht, wie ich das jetzt meine, denn es ist nicht gerade leicht zu erklären und ich bin froh, für den Test keinen Science-Fiction-Roman über Zeitreisen genutzt zu haben 😉

Wie dem auch sei: Man kann neben dem Datum auch eintragen, wo man das Buch gekauft hat, von wem man es geschenkt bekommen hat oder – und das ist doch mal was Feines – von wem es geliehen wurde. Nur an das Zurückgeben muss man jetzt noch selbst denken 😉

(Screenshot, © Atlantik-Verlag)

(Screenshot, © Atlantik Verlag)

Bei keinem Buch-Tagebuch dürfen natürlich die Lieblingszitate fehlen! Und auch der Atlantik Verlag hat daran gedacht und nicht nur Platz für Leseeindrücke geschaffen, sondern auch eine Möglichkeit eingebaut, die liebsten Sätze aus dem Buch festhalten zu können. Und wer weiß, vielleicht kann man die ja auch bald direkt in sozialen Netzwerken oder auf dem eigenen Blog aus der App heraus posten? Ich bin mir sicher, die Verlagsmenschen bringen ihrem Skipper noch das ein oder andere Kunststück bei.

(Screenshot, © Atlantik-Verlag)

(Screenshot, © Atlantik Verlag)

Unter Verwaltung kann man übrigens ganz einfach ein Buch vom SuB zu den begonnenen oder schon gelesenen Werken hinzufügen – was sich dann natürlich auch (wie die Knochenanzahl in der Bewertung) in der Statistikauswertung niederschlägt. Und man kann hier einstellen, zu welcher Liste das Buch hinzugefügt werden soll bzw. welches Genre angezeigt wird.

(Screenshot, © Atlantik-Verlag)

(Screenshot, © Atlantik Verlag)

Möchte man übrigens ein Buch aus der Sammlung löschen, funktioniert das nach dem einfachen Prinzip wie bei jedem iPhone: Kurz nach links gewischt und schon kann der jeweilige Titel entfernt werden.

Fazit:

Bisher konnte mich noch keine Buchverwaltungs-App so wirklich überzeugen, was unter anderem auch an den ganzen Scanschwierigkeiten lag. Goodreads hat bei mir beispielsweise immer dann gestreikt, wenn ich Bücher des Bastei Lübbe Verlages einlesen wollte und selbst einige aktuelle englischsprachige Werke wollten partout nicht erkannt werden. Außerdem waren mir viele dieser Apps auch einfach zu überladen.

„Skipper-Books“ kommt dagegen nicht nur optisch sehr ansprechend daher: Auch mit den vielen Funktionen (Statistiken, Zitate…) wirkt die App sehr übersichtlich und gut strukturiert. Zudem ist die Funktionsweise des Scanners im Vergleich einfach nur phänomenal! Keines meiner getesteten Bücher – und da waren einige „fiese“ Exemplare dabei – wurde vom Scanner verschmäht und es wurde sogar erkannt, dass es sich bei meiner Ausgabe vom „Hobbit“ um die Sonder-Pocket-Variante zum 75-jährigen Jubiläum seines Erscheinens handelt.

Natürlich ist es ein wenig schade, dass ich mit meinem iPhone 4 einige Funktionen der App nicht nutzen kann, weil sie sonst abstürzt – ich bin aber zuversichtlich, dass das App-Team bald mit Updates aufwarten kann und auch diejenigen unter uns, die noch einen so „alten Knochen“ besitzen, die App bald in ihrer kompletten Schönheit verwenden können. Ich glaube, gerade bei leseaffinen Jugendlichen, welche die alten Smartphones ihrer Eltern „auftragen“, könnte das ebenfalls gut ankommen.

Kurzum: Normalerweise vergebe ich hier auf diesem Blog Sterne. Heute mache ich eine Ausnahme und vergebe 4 von 5 Hundeknochen für die „Skipper-Books“ BuchverwaltungsApp – den letzten Knochen gibt es dann für das erste Update als Leckerlie 😉

So, und wer jetzt noch zögert, kann sich ja auf diesen Seiten hier weiter umsehen – die Webseite zur App hat dann auch den Link zum Appstore. Und man erfährt auch mehr zum Gratis-E-Book, das es zur App gleich dazu gibt. Ach, habe ich das gar nicht erwähnt? Liegt vermutlich daran, dass die App so schön ist, dass man darüber fast das Lesen vergisst…

😉

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7 Gedanken zu “Skipper-Books BuchverwaltungsApp – ein erster Testbericht

  1. Guten Morgen,

    danke für Deinen Bericht.

    Ehrlich gesagt fühle ich mich als Andoid Nutzer manchmal ganz schön diskriminiert. Ich denke da geht es vielen ähnlich. Die meisten Apps gibt es immer erst für die iPhones. Was ist aber mit den x Millionen Menschen, die sich ein solches nicht leisten können oder eben auch keines wollen? Ich finde das echt traurig …

    Liebe Grüße
    Angelika

    • Guten Morgen 🙂

      Natürlich ist es schade, dass Android-Nutzer häufig etwas länger warten müssen. Ich denke aber, das ist „systembedingt“. Apple lässt für seine Geräte nunmal nur ein Betriebssystem zu, das auf allen Geräten gleich funktioniert. Maximal gibt es mehrere laufende Systemvarianten, weil ältere Geräte nicht mehr bedient werden (siehe mein iPhone). Android, soweit ich das durchblicke, hat verschiedene Betriebssystemvarianten, die sich deutlich stärker voneinander unterscheiden als jetzt iOS 7 und iOS 8. Dadurch ist der Programmieraufwand für Android-Telefone größer: Wenn man Android-Nutzern eine App zugänglich machen möchte, muss man viele mögliche Unterschiede der Geräte „einplanen“ (mehr als bei iOS) und dennoch die App reibungslos laufen lassen.

      Um eine App auszutesten, also herauszufinden, ob überhaupt Bedarf da ist, dass sich Programmierung und Pflege nutzen, nimmt man also meist erstmal das „leichtere“ iOS (wobei ich nicht weiß, ob es tatsächlich leichter zu programmieren ist, sondern nur die Anzahl der Systemversionen meine), als eine App zu entwickeln, die zwar Android-Nutzer verwenden können – die darauf aber überhaupt nicht anspringen. Wenn das passiert – was ich in diesem Falle wirklich nicht hoffe – wäre viel mehr Zeit in das Projekt investiert worden, als hätte man erst einmal mit iOS die Nachfrage ausgelotet.

      Übrigens: Mit dem Aktualitätsgrad der Telefone hält es sich ähnlich. Mein iPhone ist letztlich „zu alt“ für die App, weil zunächst einmal im Vordergrund stand (denke ich zumindest), die Nutzern mit den neueren Geräten an sich zu binden. Und die iPhones 4s bis 6 haben nunmal wesentlich mehr Kapazität. Die App nun an iPhones 4 und älter anzupassen – die nicht einmal iOS 8 können – wäre natürlich toll, ist aber auch ein irrsinniger Programmieraufwand und man muss dabei immer aufpassen, dass die App dennoch funktioniert.

      So. Entschuldige, wenn dass jetzt ein wenig lang rüberkommt ^^ Ich wollte nur zeigen, dass das zwar sehr unschön ist, wenn Android nicht bedient wird bzw. wenn ältere Geräte das Nachsehen haben, aber dass es vom Denken der App-Entwickler her, eigentlich logisch ist.

      Ich hoffe also auf eine baldige Version für Android 😉

      Liebe Grüße
      Sarah / Estel

  2. Vielen Dank für diesen tollen Bericht!
    Ich hoffe, dass die App bald für Android erscheint. Bisher nutze ich nur eine Excel-Tabelle, in der alle Bücher unserer Bibliothek aufgelistet sind. Da die auf meinem PC liegt, kann ich unterwegs nicht mal eben schauen, was noch fehlt bzw. welche Ausgabe ich schon habe.

    Liebe Grüße, Bella

    • Hallo Bella,

      sehr gerne 🙂 Und schön, dass Dir der Bericht gefällt!

      Ich habe das mal versucht mit so einer Excel-Tabelle, aber das war mir dann irgendwann zu lästig. Gerade, weil man das Problem mit dem „Mitnehmen“ dieser Liste hat. Schön wäre natürlich noch eine Export-Funktion von der App, damit man seine evtl. bestehenden Excel-Tabellen aktualisieren kann… Na mal sehen, was es noch an Updates gibt 🙂

      Liebe Grüße,
      Sarah / Estel

  3. Pingback: Die Leipziger Buchmesse 2015 #1 – Allerlei Begegnungen | Studierenichtdeinleben

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