Fachliteratur – in jeder Lebenslage

Oft schreibe ich hier ja etwas zu aktuellen Romanen, die ich gerade lese oder gelesen habe. Seltener äußere ich mich dagegen zu Fachliteratur, auch wenn ich – neugieriger Mensch, der ich nunmal bin – häufig in Nachschlagewerken schmökere und mir neue Themen aneigne. Also, dachte ich mir, präsentiere ich Euch heute einfach mal eine Auswahl an Büchern, die mich in den vergangenen Jahren begleitet hat und die zeigt, dass man in jeder Lebenslage lernen kann.

Eine Anmerkung vorweg: Dies ist kein Werbebeitrag, der in irgeneiner Form vom UTB-Verlag initiiert wurde. Ich bin schlicht und ergreifend einfach nur sehr glücklich über deren Bücher und nutze die Gelegenheit mich für so manch gerettete Klausur oder Hausarbeit zu bedanken. Die Bücher habe ich zwar über die Jahre vom Verlag bekommen, dennoch ist dieser Beitrag komplett „auf meinem Mist“ gewachsen.

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(Foto: Privat)

Lernen an der Uni

Ich bin von Haus aus Kommunikationswissenschaftlerin (mache also „Was mit Medien“) und bin schon früh mit den UTB-Büchern in Berührung gekommen. Nach vielen Klausuren und Hausarbeiten habe ich meine Masterarbeit zur Social Media Strategie der TU Dresden geschrieben. Wer sich mal eingehender mit den Theorien zu sozialen Netzwerken beschäftigt, merkt schnell, dass das ein sehr weites Feld ist. Es gab schon zur Zeit meiner Masterarbeit (2013) unzählig viele Bücher über die Funktionsweisen und Nutzungsmöglichkeiten der einzelnen Plattformen und es wird in den letzten Jahren sicher noch einiges an Literatur hinzugekommen sein.

Ein Leuchtturm in Mitten dieses Meeres an Fachbüchern war für mich „Social Web“ von Anja Ebersbach, Markus Glaser und Richard Heigl. In der 2. Auflage von 2011 (05/16 kam die 3. Auflage heraus) beschreiben sie eingehend verschiedene wissenschaftliche Perspektiven, die man bei der Betrachtung der sozialen Netzwerke einnehmen kann. Außerdem erläutern sie detailliert die Hintergründe und Funktionsweisen der jeweiligen Netzwerke ebenso wie ihre Schattenseiten und gesellschaftsdynamische Prozesse bzw. Auswirkungen auf das menschliche Miteinander durch die Nutzung des Social Web.

Die fundierten Erklärungen der Autoren und weiterführende Hinweise auf andere Quellen haben es mir ermöglicht, einen roten Faden für meine eigene wissenschaftliche Arbeit zu entwickeln und die Social Media Strategie der TU Dresden in Hinblick auf verschiedenste Aspekte zu untersuchen.

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(Foto: Privat)

Lernen im Job

Seit Oktober arbeite ich am TU Dresden Welcome Center und habe bei der Unterstützung internationaler Gastwissenschaftler auch oft mit dem Aufenthaltsgesetz zu tun. Es ist nämlich ein großer Unterschied, ob ein Gastwissenschaftler als Doktorand, als Forscher oder als Angestellter nach Deutschland kommen möchte – ganz besonders was den Papierkram anbelangt.

Da mich die ganzen gesetzlichen Aspekte von Migration sehr interessieren – und ich lieber etwas zu viel Hintergrundwissen als zu wenig habe – haben mir die lieben UTB-Mädels „Ausländer- und Asylrecht“ von Andreas Dietz zukommen lassen. Dieses nutze ich nun als Ergänzung zu den eigentlichen Gesetzestexten, um das dortige „Juristendeutsch“ etwas besser zu verstehen und auch um die Prüfabläufe in der Ausländerbehörde nachvollziehen zu können.

An dem Buch gefällt mir besonders, dass es den Aufbau der Gesetze und Regulierungen ebenso erläutert wie bestimmte Verfahren. Die Erklärungen sind auch für Nicht-Juristen gut verständlich und insbesondere Sonderregulierungen werden so auch für den Laien verständlich. Vor allem hat mich jedoch die übersichtliche Einteilung des Buches überzeugt – man findet schnell, wonach man sucht und hat auch direkt die Erklärung von angrenzenden Rechtsbereichen zur Hand.

Natürlich sollte man dennoch den eigentlichen Gesetzestext zur Hand haben – schließlich ändern sich bestimmte Gegebenheiten auch – aber alles in allem erhält man mit diesem Buch einen fundierten Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen von Migration.

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(Foto: Privat)

Lernen in der Freizeit

Meine Leidenschaft für Naturwissenschaften passt nicht so ganz zu den bekannten Stereotypen über Geistes- und Sozialwissenschaftler. Mir ist das herzlich egal – ich interessiere mich seit ich denken kann auch für die Naturwissenschaften. In meiner Freizeit lese ich dementsprechend auch gerne etwas aus diesem Bereich.

„Die Evolution“ von Walter Kleesattel hat es mir in den letzten Wochen angetan. Immer, wenn ich mit meinem Fotoapparat durch die Gegend ziehe, oder im Garten meiner Eltern arbeite, fällt mir diese ungeheure Artenvielfalt auf – und dabei handelt es sich nur um einen Bruchteil der verschiedenen Spezies weltweit. Wie sich Flora und Fauna in all ihrer Vielfalt entwickelt haben, ist für mich ein ungeheuer spannendes Thema.

Die Komplexität der Evolution wird in Kleesattels Buch deutlich ohne den Leser zu überfordern. Man findet hier einen verständlich geschriebenen Überblick über Belege für die Evolution, ihren Ursprung und die Entstehung der Artenvielfalt sowie über bestimmte biologische Mechanismen. Auch schwierigere Aspekte werden so erläutert, dass man sie gut versteht. Durch Illustrationen und Fotografien wird die gesamte Thematik noch greifbarer und jeder Abschnitt bietet so allerhand neue Informationen.

Ich habe Biologie im zweiten Teil der Oberstufe abgewählt gehabt – hätten meine Lehrer alle Themen so spannend aufbereitet, wie in diesem Buch, wäre ich mit Sicherheit dabei geblieben.

Fazit:

Ob während meiner Studienzeit oder jetzt danach: Bücher von UTB sind für mich die Anlaufstelle, wenn es darum geht, mir einen Überblick über ein Thema zu verschaffen und zusätzlich weiterführende Quellen empfohlen zu bekommen. Im Studium kann man sich sowohl bei Hausarbeiten und Referaten als auch in der Vorbereitung auf Klausuren auf die Bücher verlassen. Im Job kann man sich mit UTB interessantes Hintergrundwissen aneignen und auch in der Freizeit findet man fundierte Informationen, die über „hab ich mal im Netz gelesen“ hinausgehen. Mich konnte bisher noch jedes UTB-Buch überzeugen – deshalb gibt es, auch wenn das keine meiner üblichen Rezensionen ist, einfach mal 5 von 5 Sternen für den Verlag. Und ein großes Dankeschön für jahrelangen Lernspaß 😉

Die Bücher im Überblick:

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2 Gedanken zu “Fachliteratur – in jeder Lebenslage

  1. Das find ich mal einen schönen Beitrag – Fachbücher rezensieren ja eh wenige. Ich bin auch ein Mensch, der sich am leibsten ständig weiter und weiterbilden würde. Ich könnte gut auch ein Studium anch dem anderen machen :D. Bei mir stapeln sich hauptsächlich die Marketing und Online Marketing Fachbücher. Social Web klingt sehr interessant, ich werde mich bei dem Verlag auf jeden Fall umsehen. Ich würde mir auch am leibsten haufenweise Bücher aus Literaturwissenschaftlichen Studien oder zu Geschichte zulegen :D.

    glg Franzi

    • Dankeschön 😀

      Ja, ich liebe es, neue Dinge zu lernen und glücklicherweise gehört das zu meinem Job dazu. Aber Studium… hach, das fehlt schon und irgendwann möchte ich nochmal zurück an die Uni. Ein Tipp für Dich: Viele Studien kann man auch gratis online einsehen 😀 Das ist das tolle an Wissenschaft 😀

      Liebe Grüße und danke für den lieben Kommentar,
      Sarah

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