Rezension: „Harry Potter and the Cursed Child“ (J.K. Rowling, John Tiffany, Jack Thorne)

Harry Potter.

Jedes Kind – und und wohl auch jeder Erwachsene – kennt seinen Namen. Wohl jeder Leser dieses Blogs weiß, dass ich mit seiner Geschichte aufgewachsen bin. Weshalb sich wohl jeder gut vorstellen kann, dass „Harry Potter and the Cursed Child“ von mir nicht nur heißersehnt war, sondern auch eines dieser Bücher ist, die ich in einem Rutsch lese. Das passiert mir nur bei den allerbesten Büchern.

Da ich nicht möchte, dass andere Fans – oder solche, die es werden wollen – gespoilert werden, bleibt die folgende Rezension besonders vage. Ich liebe es, Bücher zu empfehlen, in dem ich verrate, was die Geschichten für Gefühle in mir ausgelöst haben. Bei Harry Potter bin ich jedoch fast der Ansicht, dass schon solche Beschreibungen als Spoiler fungieren können – egal, wie wenig ich von der eigentlichen Handlung verrate. Deshalb:

Bitte lest diese Rezension also nur, wenn Ihr Euch sicher seid, dass meine Leseemotionen kein Spoiler für Euch sind. Zur Handlung erfahrt Ihr hier sowieso nichts.

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Nicht im Bild: Mein Kindle – der lädt gerade vom Harry-Marathon-Lesen (Foto: Privat)

Inhalt:

Es geht um Freundschaft. Es geht um Familie. Es geht um Liebe. Es geht um Möglichkeiten. Es geht um Mut. Und es geht um Harry Potter.

Mein Eindruck:

Das letzte Buch, das ich in einem Rutsch gelesen habe, war „Harry Potter and the Deathly Hallows“, das ich am 21.7.2007 begann und am 22.7.2007 beendete. Für den Nachfolgeband – das Skriptbuch zum Theaterstück – brauchte ich nur einen halben Tag. Das liegt in der Natur der Sache, wenn alles auf Dialoge reduziert wird. Dieser Umstand führt jedoch keineswegs dazu, dass die Geschichte im eigenen Kopfkino weniger magisch erscheint.

Zugegeben – ich habe mich beim Lesen ab und zu gefragt, wie manche Dinge im Theater dargestellt werden und ich hoffe sehr, es selbst einmal sehen zu dürfen. Die Special Effects meiner eigenen Vorstellungskraft sind jedoch vollkommen ausreichend für die wunderbaren Lesestunden dieses Skripts.

Die Geschichten um Harry Potter haben einen gewissen Zauber an sich, der sich aus Spannung, Humor und liebevoll ausgefeilten Charakteren zusammensetzt. Und so war die größte Angst, die ich im Vorfeld hatte, dass es sich nicht wieder so anfühlen würde wie früher. Dass ich vielleicht aus der Geschichte „herausgewachsen“ wäre, oder im Nachhinein das Leseerlebnis von früher durch eine rosarote Brille betrachten würde. Die Re-Reads hätten letztere Bedenken schon ausräumen müssen, aber bei Harry Potter bin ich nun eimal etwas irrational. All meine Befürchtungen waren allerdings unbegründet. Harry, Ron und Hermine – und all die anderen liebgewonnenen Figuren – waren genau so, wie ich sie 2007 verabschiedet hatte. Ja, sie sind nun etwas älter, aber ihre Persönlichkeit und all ihre mir so vertrauten Eigenheiten waren genau so, wie man sich das als Fan nur wünschen kann.

Ich weiß nicht, wie oft ich meinen Kindle beiseite gelegt habe, um in meinem Tagebuch einen Eintrag zu dem zu verfassen, was mir gerade durch den Kopf ging. Es gab so viele Wendungen in der Handlung, bei denen ich einfach kurz Luft holen und sie sacken lassen musste. (Wie bei Band sieben, damals…) Und es gab ebenso viele Stellen, an denen ich vor Lachen nicht weiterlesen konnte, oder an denen mir Tränen der Rührung in die Augen stiegen.

Fazit:

„Harry Potter and the Cursed Child“ ist die achte Geschichte. Aber es ist eben nicht nur irgendeine Geschichte. Es ist eine Reise zurück nach Hogwarts, eine Reise zurück nach Hause. Und es fühlt sich einfach nur wunderbar an, wieder zurück zu sein.

5 von 5 Sternen.

Mehr zum Buch:

  • Preis: 14,99 €
  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 853 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 352 Seiten
  • Preis der Print-Ausgabe: 19,99 €
  • Verlag: Pottermore (31. Juli 2016)
  • Sprache: Englisch

 

 

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4 Gedanken zu “Rezension: „Harry Potter and the Cursed Child“ (J.K. Rowling, John Tiffany, Jack Thorne)

  1. Wow ich bin total begeistert, irgendwie habe ich nicht mitbekommen, dass es ein Band 8 geben wird (was total seltsam ist da ich auch totaler Harry Potter Fan bin) ich bin auch quasi mit Harry Potter groß geworden und habe die ersten Bücher als hörbücher mit meinem Bruder gehört. Als dann endlich Band 7 raus kam hat meine Mutter ihn uns vorgelesen und immer wenn sie das Buch weg gelegt habe hab ich es mir wieder geschnappt und versucht weiter zu lesen, jedoch erfolglos weil ich an den Namen gescheitert bin. Z.b habe ich Dumbeldore eben total deutsch ausgesprochen und überhaupt nicht verstanden wer das sein soll haha😅. Ich finde deine Rezension, die so wenig über den Inhalt aussagt wunderschön und deine Worte haben mich total berührt… 😍

  2. Liebe Sarah,
    weißt du was ich an deinen Rezensionen so liebe? Deine Inhaltsangaben. Ich tu mich da immer unglaublich schwer und dann lese ich die wenigen Zeilen bei dir und denke mir „Ja, genauso klingt es perfekt. Warum bin ich da nicht drauf gekommen? XD“.
    Ich finde unsere Diskussionen abseits des Blogs so toll. Wir waren ja beide nervlich komplett am Ende und fühlten uns ähnlich, beim Lesen der ersten Seite, der letzten Seite, ähnliche Reaktionen bei gleichen Szenen. Ich hoffe wir wiederholen das dann im November mit Fantastic Beasts. 😀
    Liebe Grüße
    Jule ❤

  3. Pingback: [Momentan] KW 31 / 2016

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