Sonntagsleserin 03_2017 – Rückblick auf den März

Im Februar habe ich pausiert, aber nun bin ich wieder dabei. Bei Phantasiénreisen bin ich auf diese schöne Blogrubrik aufmerksam geworden und durch den Einstieg von Jules Leseecke habe ich im Januar dann auch den Mut gefunden, mitzumachen. Ins Leben gerufen wurde diese Aktion übrigens 2014 von Bücherphilosophin Katarina. Und nun zum März:

(Grafik erstellt mit Canva)

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Was für ein Monat
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Das schrieb ich bereits im Januar, aber auch der März hatte es in sich… In der Kurzfassung: Auf Arbeit war viel zu tun, mein Geburtstag fiel quasi mitten in den Stress hinein (war aber trotzdem wunderschön!) und Mitte des Monats hat mich erneut eine fiese Seuche erwischt. Meine Panik, ob die Leipziger Buchmesse für mich machbar sein würde, könnt Ihr Euch sicher gut vorstellen. Kurzum: Was das Bloggen anbelangt war ich alles andere als aktiv – ich war aber sehr froh über meine Bloggerkollegen, denn deren Blogs zu durchstöbern war zwischen Hustenanfällen ein wahrer Lichtblick.
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Übrigens: Die Leipziger Buchmesse durfte ich, glücklicherweise schon wieder genesen, dann doch in vollen Zügen (auch das durchaus wortwörtlich ^^) genießen. Einen kurzen Einblick – so viel Eigenwerbung ist hoffentlich erlaubt – in meine Messeerlebnisse habe ich hier gegeben und ich denke, alle Anwesenden stimmen mir zu, wenn ich sage, dass die Messe absolut klasse war!
Schreiben und Lesen
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Julia von Julias Wunderland hat einen sehr motivierenden Beitrag gegen Schreibblockaden geschrieben. Was eigentlich ein Beitrag in Bezug auf eher schriftstellerische Ambitionen ist, kann man problemlos auch auf die Bloggerei münzen und ich fand die Tipps, die sie zusammengetragen hat, sehr spannend. Den ein oder anderen werde ich sicher auch einmal ausprobieren, gerade im März war es hier auf dem Blog ja sehr ruhig. Außerdem hat sie mir Lust darauf gemacht, mein Faible für eigene „Schreibseleien“ wieder mehr zu pflegen. Früher habe ich wahnsinnig gerne und viel geschrieben – irgendwann zwischen den Hausarbeiten für die Uni hat aber die Furcht vor der weißen Seite Überhand genommen und ich habe vor, dem inneren Schweinehund nicht länger nachzugeben.
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Umgekehrt geht es beim Bloggen ja nicht nur ums Schreiben, sondern auch ums Lesen – und Kommentieren. Rebecca vom Goldblatt hat sieben Gründe aufgelistet, die dafür sorgen, dass Sie auf einem Blog wirklich hängen bleibt. Toll geschrieben und sicher nicht nur für Blogeinsteiger einen Klick wert! Beim Lesen dieses Blogbeitrags überkam mich allerdings auch das schlechte Gewissen, da ich bei meinen krankheitsbedingten Blogstöbereien so gar keine Kommentare hinterlassen habe. Deshalb habe ich mir für den April vorgenommen, mehr Kommentare zu verfassen – wozu habe ich schließlich die 35 Minuten Arbeitsweg in der Straßenbahn? (Jaja, zum Lesen, aber dank kreischender Schulkinder ist zumindest Morgens Lesedürre angesagt…)
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A propos Lesen – Marie von Wortmalerei hat hier amüsante „Probleme“ beim Lesen zusammengestellt, die uns Bücherwürmern wirklich das Leben schwer machen können. An dieser Stelle möchte ich noch ein „Problem“ hinzufügen, das mit den frühlingshaften Temperaturen ebenfalls zum tragen kommt (bei mir zumindest): Die Sonne. So gerne ich auch im Sonnenschein lese, mit heller Haut ist man entweder permanent am Sonnencreme-Verschmieren (und muss die fettigen Patscherchen erstmal wieder sauber bekommen, bevor man wieder zum Reader / Buch greifen kann) oder kann nur im Schatten / drinnen lesen. Außerdem rutscht dauernd die Sonnenbrille, kreischen garantiert wildgewordene Kinder in der Nähe oder leben Teenager ihre Ghettoblaster-Phase aus. Kurzum: Sommer, Sonne, Sonnenschein – alles schön und gut, aber die Lesehürden werden gleich mitgeliefert 😉 (Anmerkung: Diesen Abschnitt bitte nicht bierernst nehmen, sondern mit Humor lesen 😉 )
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Rezensionsfunde
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Auf meiner Stöberrunde bin ich natürlich auch auf viele Rezensionen gestoßen, die mir Lust auf Bücher gemacht haben, die ich bisher noch nicht – oder noch nicht so stark – auf dem Schirm hatte. Beispielsweise hat Janine von Kapri-ziös „Wer wir waren“ von Roger Willemsen vorgestellt. Dieser Mann hat mich sehr beeindruckt und dennoch ist dieses letzte Buch irgendwie an mir vorbeigegangen. Dank Janine und ihrer klugen Worte steht es nun auf der Wunschliste.
Bücher über das Meer haben immer sofort meine Aufmerksamkeit und mein Meerweh nimmt manchmal überhand – besonders, wenn ich mich nicht so wohl fühle. Direkt nach Lesen des Beitrages „Meeresenzyklopädie“ von Steffi von Lesenslust ging es mir besser. Man hört regelrecht das Rauschen der Wellen wenn man diesen Blogeintrag liest. Und Lust auf das Buch hat man auch – man möchte es am liebsten am Strand lesen.
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Die Leipziger Buchmesse hat mir auch so manch ein neues – mir bisher unbekanntes – Blog in die Stöberliste gespült und auch wenn ich dank Arbeitsstress noch lange nicht fertig bin, die einzelnen Visitenkartengeber abzuklappern, möchte ich doch schon mal einen Fund vorstellen. Stefanie von Bella’s Wonderworld begegnete Jule und mir im größten Messeöffnungs-Trubel am Samstag und gemeinsam fanden wir den Weg durchs Gedränge zum Bloggertreff des Carlsen Verlags. Sie besuchte ich virtuell gleich als erstes und fand direkt eine Rezension die mich absolut ansprach. Sie stellt darin ein Buch vor, das im maurischen Granada spielt und das genau meinen Geschmack trifft, da ich diese Zeit Andalusiens besonders spannend finde. Wer einmal an der Alhambra war, wird wissen, wieso es mir so geht. Definitiv Wunschliste!
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Ideengeber – oder: Warum ist mein Kopf manchmal so lang auf Stand-by?
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Bloggerkollegen können nicht nur Freunde und Wunschlisten-Verlängerer sein, sie sind auch wahnsinnig inspirierend, denn jeder geht anders an die Bloggerei heran und wenn man sich austauscht – oder gegenseitig stöbern geht – findet man so manch eine Idee, auf die der eigene Kopf nur gewartet hat. So ging es mir in diesem Monat bei der lieben Kathrin von Phantásienreisen (die ich übrigens in Leipzig – jippieh! – endlich auch in natura treffen durfte). Schon lange lese ich ihren Blog gerne und regelmäßig, aber irgendwie hat es bei einer Idee erst jetzt „klick“ gemacht. Auslöser ist der #TeamTolstoi Post zu „Auferstehung“ gewesen, einem Lesetagebuch-Beitrag.
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Wie oft habe ich mich in den vergangenen Monaten – und eigentlich Jahren – gefragt, wie ich hier auf dem Blog die Lektüre längerer Bücher am besten festhalten kann. (Wie oft ich Lesetagebuch-Beiträge gelesen habe, mag ich gar nicht zugeben, denn das wäre peinlich oft…) Warum muss ich denn das Rad neu erfinden, wenn es doch so einfach geht? Natürlich ist ein Lesetagebuch eine geniale Lösung – nur mein Kopf kam irgendwie nie so drauf. Aber sei’s drum – Hauptsache, mein Kopf hat irgendwann mal angefangen, mitzudenken, ne?
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Also: Hier stehen so einige Bücher herum, die darauf warten, gelesen zu werden – und die ich nur deshalb irgendwie nicht so recht in Angriff nehmen wollte, weil ich nicht, wie bei einem 200-Seiten Büchlein, nach nur kurzer Zeit meine Meinung ins Web hinausposaunen kann. Dachte ich. Mit einem Lesetagebuch sind auch bei 1000-Seiten genau solche Abschnitte drin. Und da es bald mit dem Zug auf große Fahrt Richtung Nordsee geht, werde ich diese Idee sicherlich realisieren.
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In diesem Sinne: Euch allen einen schönen Sonntagabend!

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9 Gedanken zu “Sonntagsleserin 03_2017 – Rückblick auf den März

  1. Pingback: [Die Sonntagsleserin] März 2017 | Phantásienreisen

  2. Pingback: [Blogaktion] Die Sonntagsleserin #3 | nichtohnemeinbuch

  3. Vielen lieben Dank fürs Verlinken 😀 Wie schön, dass ich dich damit motivieren und inspirieren konnte selbst wieder was eigenes zu schreiben 🙂
    Ein sehr schöner Rückblick übrigens! Toll dass du zur Buchmesse wieder fit warst, sonst wäre das ganze noch anstrengender gewesen! Dieses Jahr konnte ich leider nicht dabei sein, dafür geht es dann im Oktober nach Frankfurt und ich freu mich schon ketzt wahnsinnig darauf 🙂
    Liebste Grüsse und einen schönen Wochenstart
    Julia

  4. Liebe Sarah,

    ich freu mich immer noch, dass ich euch mit der Sonntagsleserin anstecken konnte. Ich liebe diese Rubrik einfach und finde es toll, nun bei noch mehr BloggerInnen solche tollen Sammlungen zu entdecken. Zwar folgen wir zwar ähnlichen Blogs, aber ich merke immer wieder, dass man den ein oder anderen Beitrag dann noch im Alltag verpasst, z.B. ging Steffis Meeresenzyklopädie-Beitrag irgendwie an mir vorbei – trotz Feedreader.

    Rebeccas Artikel zur den Gründen, warum sie anderen Blogs folgt, fand ich auch interessant, auch wenn sicher jeder auf anderes Wert liegt (zumindest in meinem Fall gibt es zu Rebeccas Kriterien nur teilweise Überschneidungen). Ich hatte ursprünglich vor, ihren Beitrag aufzugreifen und meine Gedanken auch zu teilen, aber in den Vorbereitungen zur Messe ging das unter – und nach der Messe musste ich im Job direkt täglich Überstunden schieben. Sei’s drum.

    Glücklich hast du mich gerade damit gemacht, dass das Team Tolstoi dich zu Lesetagebüchern inspiriert hat. Tatsächlich ging es mir damals wie dir nun: Es gab Bücher, zu denen ich einfach keine Worte für eine Rezension fand, weil sie zu lang waren oder so viele Twists haben und mich auf eine Gefühlsachterbahn geschickt haben. Und wenn ich mich dann doch in diesen Fällen zu einer Rezension hinreißen ließ, hatte ich immer das Gefühl, dem Buch nicht annähernd gerecht zu werden. So bin also ich damals zu den Lesetagebüchern gekommen. Jetzt, nachdem ich das über ein Jahr hin und wieder mache, merke ich, dass mir diese Bücher auch viel intensiver im Gedächtnis bleiben. Ein schöner Nebeneffekt. 🙂 Nun bin ich gespannt, wie du deine Lesetagebücher gestalten wirst und welches Buch deine Premiere wird. 🙂

    Liebe Grüße
    Kathrin

    • Liebe Kathrin,

      bitte entschuldige die späte Antwort. Du wirst es Dir mittlerweile vielleicht denken können – es wird Chris Kraus‘ „Das kalte Blut“, das in einem Lesetagebuch als Lesereise festgehalten wird.

      Und jetzt setze ich mich erst einmal an die Sonntagsleserin, sonst liegt das Blog noch einen Monat brach…

      Liebe Grüße
      Sarah

  5. Hallo meine Liebe,

    es war wirklich sehr schön euch auf der Buchmesse zu begegnen – und wie gut wir uns durch die Manga-Menge gewühlt haben 🙂

    Das Buch „Im Schatten des Granatapfelbaums“ habe ich von einem lieben Kollegen geschenkt bekommen und es war wirklich eine wunderbare Lektüre. Bin schon sehr gespannt ob es dir auch gefällt!

    Liebe Grüße
    Bella

    • Liebe Bella,

      bitte entschuldige die späte Antwort – irgendwie war es in letzter Zeit wie verhext. Entweder hatte ich keine Zeit oder keinen Zugang zum Blog – oder einfach keine Nerven mehr.

      Noch einmal danke für den Tipp – ich bin sehr gespannt. Auch wenn nach dem Urlaub erstmal keine neuen Bücher gekauft werden sollten… 😉

      Liebe Grüße
      Sarah

      • Hallo liebe Sarah,
        das geht mir auch manchmal so. Vielleicht passt es ja irgendwann mal mit dem Buch 😉 Nur kein Stress!

        Liebe Grüße
        Bella

        P. S. Und ein schönes Wochenende!

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