#WirLesenFrauen – ich bin (endlich) dabei

Die Sichtbarkeit weiblicher Stimmen in der Literaturwelt entspricht stellenweise der Sichtbarkeit eines/r grau gekleideten Radfahrenden bei Nebel.

Einer Studie von 2018 zufolge (das Börsenblatt berichtete) werden in zwei Dritteln aller Besprechungen in deutschen Medien die Werke von Männern rezensiert, Kritiker schreiben vor allem über Autoren und gehen dabei zudem ausführlicher vor als bei Werken von Autorinnen.

Die Sichtbarkeit weiblicher Stimmen ist also … sagen wir mal … ausbaufähig.

Skizze einer Frau, die an dem Schriftzug (c) Eva-Maria Obermann

Am 8. März 2019 startete deshalb die Autorin Eva-Maria Obermann die Blogaktion „Wir lesen Frauen“: Unter dem Hashtag #WirLesenFrauen werden Bücher von Autorinnen empfohlen. In der Lesechallenge sollen über 12 Monate hinweg 12 Aufgaben (gerne auch mehrfach) bearbeitet werden, die sich alle speziell um Literatur von Frauen drehen.

Wie ihr jetzt vielleicht merkt – *hust* es ist Ende April – kann ich froh sein, dass man jederzeit einsteigen kann. Ich lese schon fleißig Bücher von Autorinnen und versuche, endlich die Zeit zu finden, diese auch zu rezensieren. Im Laufe der kommenden Monate werde ich diesen Beitrag also immer wieder aktualisieren.

Zu gewinnen gibt es bei Eva auch immer wieder etwas – und am Ende winken Preise für diejenigen, mit den meisten Punkten. Für mich und für Euch habe ich zur besseren Übersicht einfach mal die Punkte, die man pro Aufgabe verdienen kann, mit dazugeschrieben:

Die Aufgaben – und meine gelesenen Bücher

1. Lest ein Sachbuch zum Thema Feminismus. (3P)

2. Lest ein Buch aus einer Autorinnenvereinigung wie dem Nornennetz oder den mörderischen Schwestern. (1P)

  • Eva-Maria Obermann: „Tropfen der Ewigkeit“

3. Lest ein Buch einer WoC (Woman of Color) (2P)

  • Audre Lorde: „The Master’s Tools Will Never Dismantle the Master’s House”

4. Lest den Essayband einer Autorin. (1P)

5. Lest das Buch einer deutschsprachigen Autorin. (1P)

6. Lest das Buch einer nicht-europäischen und nicht-amerikanischen Autorin. (2P)

7. Lest ein Sachbuch einer Autorin. (1P)

8. Lest ein preisgekröntes Buch einer Autorin. (2P)

9. Lest das Buch einer SP-Autorin. (1P)

10. Lest einen Literaturklassiker einer Autorin. (2P)

11. Lest einen Gegenwartsroman einer Autorin. (1P)

  • Tabea Hertzog: „Wenn man den Himmel umdreht, ist er ein Meer“

12. Lest ein Buch über eine trans Frau, geschrieben von einer (trans) Frau. (2P)

 

Wie ihr seht sind die Rezensionen noch nicht alle online. Während ich so manch ein Buch unrezensiert lese, mache ich bei dieser Challenge natürlich keine Ausnahmen. Am Ende der Challengezeit werden hier also alle Besprechungen verlinkt sein. Reinschauen lohnt sich also. Gebt mir übrigens gerne in den Kommentaren Lesetipps zu den Kategorien – auch zu denen, die „abgearbeitet“ sind. Ich freue mich auf Eure Empfehlungen!

3 Gedanken zu “#WirLesenFrauen – ich bin (endlich) dabei

  1. Sehr schön, Sarah… Noch keine LBM19-Rezensionen, dafür habe ich dieses Thema nun hier bei Dir entdeckt und möchte Dir gleich 2 schöne Anregungen geben:

    10. Lest einen Literaturklassiker einer Autorin. (2P)
    Unbedingt empfehlen kann ich die Bücher von Betty Smith. Mein Lieblingsbuch ist „Ein Baum wächst in Brooklyn“ – ein überragendes Gesellschaftspanorama, das 75 Jahre nach dem Ersterscheinen so lesenswert ist wie eh und je und eine Frau zeigt, die ihr Leben in die Hand nimmt. Hier geht es um Armut, den Kampf dagegen und den Teufelskreis, diese Armut hin zu einem besseren Leben zu durchbrechen. Ein Buch mal traurig, mal fröhlich mit viel Herz und unendlich zu empfehlen!
    Gerade habe ich mein zweites Buch von der Autorin angefangen „Glück am Morgen“ und wie es sich anlässt, werde ich wieder nicht enttäuscht von Betty Smith, die wie ihre Romanheldinnen, selbst in ärmlichen Verhältnissen in New Yorks Stadtteil Brooklyn aufgewachsen war. So kann sie absolut realistisch die einstigen Träume von einem besseren Leben wiedergeben.

    Liebe Grüße nach Dresden,
    Simone.

    Gefällt 1 Person

  2. Pingback: Rezension „Hors Texte“ (Odile Kennel) | Studierenichtdeinleben

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