Rezension: „Das NEINhorn“ (Marc-Uwe Kling, Astrid Henn)

Ob Känguru oder Qualityland, falsch zugeordnete Zitate oder witzige Kinderbücher: Marc-Uwe Kling ist einer meiner Lieblingsautoren und so musste ich im Frühling auch nicht lange nachdenken, als Ute vom Carlsen Verlag mir vom neuen Kinderbuch erzählte. Natürlich wollte ich es lesen! Vielen Dank also für das Rezensionsexemplar – auch wenn mein „Ja“ zum Buch nicht so ganz zur Geschichte passen will. Schließlich sagt das NEINhorn immer „Nein“.

Foto vom Buch auf Holzfußboden

(Fotos S. Schückel)

Wirklich immer „Nein“?

Nein.

Nachdem es von seinen Verwandten im Herzwald ganz fürchterlich genervt ist – immerzu finden sie es niedlich und wollen, dass es Zuckerwatte isst und fragen allerlei nervige Sachen – zieht es aus in die große weite Welt und trifft dort auf andere Tiere. Diese haben, so wie das NEINhorn, ebenfalls eine recht bockige Einstellung zu allem und vermutlich mag es diese Tiere deshalb. Den WASbären, den NAhUND und auch einen Menschen – die KönigsDOCHter. Zu diesen sagt es zwar auch manchmal „Nein“, aber eben auch ab und zu „Meinetwegen“ oder sogar „Ja von mir aus“.

Zwischen Wortwitz und witzigen Bildern

Eines muss man den Verwandten vom NEINhorn aber lassen: Das NEINhorn ist wirklich sehr, sehr niedlich. Das liegt nicht nur an der schon fast süßen bockigen Art, sondern auch an den Zeichnungen von Astrid Henn, die bereits mehrere Bücher von Marc-Uwe Kling illustriert hat. Ich gebe es gerne zu: Wenn es die im Buch gezeichneten Tiere als Plüschtiere geben würde, wäre mein Konto wohl ziemlich schnell leer…

Sowieso weiß ich nicht, was niedlicher ist: die Illustrationen oder die Geschichte selbst. Marc-Uwe Kling baut auch in diese kurze Erzählung seinen typischen Humor ein. Am besten liest man die Geschichte wohl mit mehreren Kindern und jedes darf sich eine der Figuren aussuchen, die dann an passender Stelle „Nein“, „Was“, „Na und“ oder „Doch“ sagen. Ich glaube zu Weihnachten lesen wir meiner Nichte diese Geschichte als Familie vor – wenn die Kleine bis dahin nicht schon selbst lesen gelernt hat (zuzutrauen ist es ihr).

Nur ein Kinderbuch?

Das Fazit zu diesem Buch fällt mir sehr leicht, weshalb ich überlegt habe, wie es die Figuren im Buch sagen würden:

„Ist das Buch ein schlechtes Buch?“

NEINhorn: „Nein!“

„In der Geschichte kommt kein Känguru vor, im Buch schon.“

WASbär: „Was?“

„Das Buch hat keine pädagogisch wertvolle Moral.“

NAhUND: „Na und?“

„Kinderbücher sind nichts für Erwachsene.“

KönigsDOCHter: „Doch.“

Mehr zum Buch:*

  • Preis: 13 Euro
  • Gebundene Ausgabe: 48 Seiten
  • Verlag: Carlsen Verlag
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3551518416
  • ISBN-13: 978-3551518415

Ein Gedanke zu “Rezension: „Das NEINhorn“ (Marc-Uwe Kling, Astrid Henn)

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