Mein Selbstverständnis

Da in den Medien – online wie offline – verstärkt über Blogger und deren Verdienstmöglichkeiten oder ihre Beeinflussbarkeit durch Gratisprodukte berichtet wird, hier einige Worte zu meiner persönlichen Blogarbeit.

Zunächst:

Ich bin Hobby-Bloggerin. Es gibt sicherlich einige Schnittstellen meines Berufes mit diesem Hobby, doch ist und bleibt mein Blog eine Freizeitbeschäftigung. Weder verdiene ich hiermit Geld, noch beabsichtige ich, dies mit Studierenichtdeinleben zu tun.

Es stimmt, dass das Führen eines Blogs Zeit kostet. Da es sich hierbei aber um mein Hobby handelt, ist es für mich angenehm verbrachte Freizeit, die ich hierbei investiere. Für mich stellt das Bloggen einen Ausgleich zum Alltag dar und ich freue mich, dass sich dieser Ausgleich so gut mit dem Alltag in Einklang bringen lässt.

Nun zum Thema Beeinflussbarkeit:

Ich erhalte durchaus von Verlagen oder Autoren Rezensionsexemplare, wobei es zwei Möglichkeiten gibt. Entweder wurde ich angefragt oder ich frage ein bestimmtes Buch an. Unabhängig davon, auf welche Art ein Rezensionsexemplar bei mir ankommt, bemühe ich mich bei der Bewertung um größtmögliche Unabhängigkeit.

Objektivität, das ist klar, ist nie möglich und der persönliche Geschmack spielt bei meinen Bewertungen immer eine Rolle – schließlich bin ich keine Literaturkritikerin. Ich sehe mich vielmehr als Literaturempfehlerin.

Habe ich ein Rezensionsexemplar erhalten, mache ich dies in der jeweiligen Rezension durch ein Dankeschön an den Kooperationspartner deutlich. In meinen Bewertungen bedenke ich verschiedene Aspekte, beispielsweise die Idee, die Umsetzung, den Sprachstil, etwaige Plotfehler und die Entwicklung der Charaktere. Meine Gedanken zu diesen Aspekten gebe ich im Anschluss an eine kurze Inhaltsangabe wieder und schließe die Rezension mit einem Fazit ab. Hierbei vergebe ich zwischen 1 und 5 Sternen. Dieses Bewertungssystem habe ich von LovelyBooks.de, einer großen deutschen Literaturcommunity der Einfachheit halber übernommen.

Zu meiner Interpretation der Sternbewertung:

  • 5 Sterne: Ich habe nichts an dem jeweiligen Buch auszusetzen und würde es auch erneut zur Hand nehmen.
  • 4 Sterne: Es gibt kleinere (sicherlich subjektive) Mängel in Bezug auf wenige der obigen Kategorien.
  • 3 Sterne: Hier habe ich an vielen Punkten etwas auszusetzen und/oder würde das Buch nicht erneut lesen.
  • 2 Sterne: Die Idee ist gut, die Umsetzung insgesamt jedoch ungenügend.
  • 1 Stern: Idee und Umsetzung sind für mich indiskutabel.

Bisher ist dieser Fall noch nicht eingetreten, aber sollte ein Kooperationspartner versuchen mich aufgrund des überlassenen Rezensionsexemplars zu einer positiven Bewertung zu bewegen wird folgendes passieren: Das Rezensionsexemplar wird auf Kosten des Kooperationspartners zurückgesendet und der betreffende Schriftverkehr hier auf dem Blog öffentlich gemacht.

„Zu positive Bewertungen“?

Immer wieder lese ich von dem Generalverdacht, dass Blogger, die nur positive Rezensionen veröffentlichen, entweder vom Verlag beeinflusst wurden oder keine kritische Meinung abgeben wollen, weil sie befürchten, dass Kritik zu weniger Rezensionsexemplaren und Kooperationen führt. Es wird sogar gesagt, dass diese Blogger weniger glaubhaft sind.

Dem möchte ich hiermit ganz entschieden entgegentreten. Ich veröffentliche viele positive Rezensionen auf meinem Blog, weil ich meinen Literaturgeschmack kenne. Ich entscheide anhand von Klappentexten und/oder vorherigen Rezensionen, ob ich ein Buch lesen möchte. Meist gefallen mir diese Bücher und entsprechend fallen meine Rezensionen aus. Nur, weil ich gut einschätzen kann, welche Bücher mir gefallen könnten, möchte ich nicht verdächtigt werden, dass meine Rezensionen in irgendeiner Form beeinflusst sind oder ich negative Aspekte völlig ausklammere. Auch möchte ich nicht zwangsweise das sprichwörtliche Haar in der Suppe suchen müssen, wenn mir ein Buch in jeglicher Hinsicht gefällt. Um beim Vergleich zu bleiben: Schmeckt mir ein Gericht, meckere ich ja auch nicht über den Koch.

In diesem Sinne: Ich bin mir dessen bewusst, dass meine Leser an meiner persönlichen Meinung zu den hier vorgestellten Büchern interessiert sind. Diesem Interesse fühle ich mich verpflichtet, weshalb ich mich um größtmögliche Transparenz auf meinem Blog bemühe und ich kann versprechen, dass ich bei meiner Bewertung zu 100% ehrlich bin.

 

2 Gedanken zu “Mein Selbstverständnis

    • Für mich nicht 😉 Zwei Sterne haben nur die Bücher, deren Idee nett ist, die ansonsten aber nur Minuspunkte sammeln konnten. Bei 3 Sternen finde ich auch Pluspunkte, aber nicht genug um es nochmal zu lesen.

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