Rezension „Die Beichte einer Nacht“ (Marianne Philips, Übersetzung Eva Schweikart)

Rezensionsexemplar Im vergangenen Jahr hatte ich das große Glück, Werke von Autor*innen zu lesen, die „wiederentdeckt“, d. h. neu übersetzt bzw. neu herausgegeben wurden. Dazu soll irgendwann auch endlich noch der ein oder andere Blogpost folgen. Und da ich irgendwo mal anfangen muss, beginne ich bei dem Titel, den ich zuletzt gelesen habe: „Die Beichte…

Vom Erwachsenwerden – Rezension „Hard Land“ (Benedict Wells)

(Rezensionsexemplar)TW: Krankheit, Tod In diesem Sommer verliebte ich mich, und meine Mutter starb. S. 11 Ich weiß, dass man Bücher nicht am ersten Satz messen sollte. Oder am – gefühlsmäßig unerreichbaren – Lieblingsbuch. Was aber, wenn die aktuelle Lektüre eben vom Autor des Lieblingsbuches stammt? Und was, wenn dessen erste Sätze stets die Sogwirkung aller…

Hype oder Begeisterung – ja was denn nun?

Wenn man beim Duden nachschlägt, findet man drei Worterklärungen für das Wort „Hype“: a) besonders spektakuläre, mitreißende Werbung (die eine euphorische Begeisterung für ein Produkt bewirkt) b) aus Gründen der Publicity inszenierte Täuschung c) Welle oberflächlicher Begeisterung; Rummel Quelle: Duden.de Wenn man sich in der Buchbubble bewegt, hört man dieses Wort des Öfteren – zumeist…

Vertrauen in Bücher(menschen)

Nicht erst das letzte Jahr hat mir gezeigt, was die Literatur alles vermag, aber 2020 hat das noch etwas bewusster werden lassen: Bücher können trösten, aufmuntern, ablenken und ja, auch Urlaube fern von – und dabei in – den eigenen vier Wänden stattfinden lassen. Aktuell denke ich über verschiedene Dinge sehr (und manchmal zu) lange…

Literarische und magische Weihnachten

Der erste Advent ist da, die erste Kerze auf dem Adventskranz brennt, die Weihnachtsdekoration funkelt und glänzt und wenn wir für ein paar Minuten die Hektik, die viele mit den Festtagen verbinden, ausblenden, so wird uns vielleicht schon ein wenig weihnachtlich zu Mute. Ich habe in diesem Jahr gleich doppeltes Glück, denn ich darf gleich…

Rezension: „Die Maske“ (Fuminori Nakamura)

Ursprünglich sollte Fuminori Nakamuras Roman mein erster Ausflug in die japanische Literatur werden. Schlussendlich kam dem dann doch der erste Teil von Murakamis „Die Ermordung des Commendatore“ zuvor. Als ich die Ankündigung von „Die Maske“ in der Vorschau des Verlags sah, musste ich sofort an „Vincent“ von Joey Goebel denken. Wie mir mein zweiter Ausflug…

Rezension: „Sommerfrauen, Winterfrauen“ (Chris Kraus)

Nachdem mich „Das kalte Blut“ auch nach dem Lesen noch sehr lange beschäftigt hat, war mir bereits bei der Vorstellung des Diogenes-Herbstprogramms auf der Leipziger Buchmesse klar, dass ich den neuen Chris Kraus unbedingt lesen möchte. Vielen lieben Dank an den Verlag, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Inhalt: Jonas Rosen ist Filmstudent…