Sonntagsleserin* 02_2018 – Rückblick auf den Januar

Darf man schon Mitte Januar anfangen, den Monatsrückblick zu schreiben? Ich hoffe es doch sehr, denn bereits jetzt sind mir viele spannende Beiträge begegnet und meine Browser im Handy bzw. auf dem Laptop quillen bald über vor lauter offenen Seiten. Wenn Ihr diese Zeilen Anfang Februar lest, werdet Ihr also vermutlich einen langen Blogbeitrag vorfinden, der in Etappen geschrieben wurde. Viel Spaß beim Stöbern wünsche ich schon jetzt!

(Grafik erstellt mit Canva)

Buchfunde – Rezensionsempfehlungen

Nachdem auf Blogs und vor allem auf Twitter immer wieder thematisiert wurde, dass Rezensionen vieler Blogger am seltensten geklickt werden, gibt es hier eine ganze Stöberliste als Empfehlung, damit Ihr, liebe Leser, die Ihr bei mir Rezensionen außerordentlich häufig anklickt, auch in den Genuss der Worte meiner Kolleg*innen kommt:

Cornelia von Pink Anemone hat „Acht Berge“ von Paolo Cognetti gelesen, um das ich immer wieder herumgeschlichen bin – vermutlich ändert sich das bald. Elena von Emeraldnotes hat „Wie man es vermasselt“ von George Watsky gelesen und besprochen – ein Buch, das ich selbst sehr mochte und das auch sie überzeugen konnte. Janna von KeJas Buchblog hat, wie ich, „Woman in Cabin 10“ von Ruth Ware gelesen und auch hier ähneln sich die Meinungen, auch wenn sie dem Buch noch mehr abgewinnen konnte als ich. Alle guten Dinge sind drei und so habe ich beim literarischen Duo von Herzpotential die Rezension zu „Über den wilden Fluss“ von Philip Pullman von Mareike gefunden – noch ein Buch, das ich selbst gelesen/rezensiert habe.

Haruki Murakami ist aktuell omnipräsent im Social Web – so sehr, dass er mir schon fast auf die Nerven fallen könnte, würde Instagram nicht Roulette mit dem Algorithmus spielen und mir nur einen Bruchteil der von mir „verfolgten“ Inhalte anzeigen. Wie dem auch sei, ein paar Empfehlungen zu seinem Buch kamen auch bei mir an – zuallererst natürlich die von meiner Namens-Kollegin Sarah von Pinkfisch.

Vorschau-Empfehlungen

Viele Bloggerkollegen und -kolleginnen haben sich mit Begeisterung auf die neuen Verlagsvorschauen gestürzt und ich habe hier mal eine (unvollständige) Stöberliste zusamengestellt, wer wo welche Vorschauen nach neuen Buchtipps durchforstet hat:

  • Linus von Buzzaldrins Blog hat sich durch viele Vorschauen gearbeitet und stellt hier seine Favoriten 2018 vor – eine bunte Mischung aus Romanen und Sachbüchern unterschiedlicher Richtungen. Spannend!
  • Inga von Schonhalbelf hat sich erst einmal den Januar vorgenommen – auch da sind schon einige Wunschlistenkandidaten dabei.
  • Juliana von Wunderliteratur hat gleich eine ganze Liste voller Literatur für 2018 erstellt und ich bin gespannt, ob die Lesereise von ihr sich so an die Route hält, bzw. was sie von den einzelnen Etappen berichtet.
  • Silvia und Astrid von Leckere Kekse haben auch erstmal „nur“ den Januar der Vorschauen zu einem Blogpost verarbeitet, aber allein die Fülle an Empfehlungen könnte gut für mehrere Lesemonate reichen.
  • Janine von Frau Hemingway  – die Euch sicher noch als Kapriziös bekannt ist – hat sich ebenfalls die Frühjahrstitel vorgenommen – hier geht es zu ihren Highlights.
  • Die Buchbloggerin – Friederike – hat sich gleich mehrfach der Vorschauen angenommen: Hier geht es zu ihren Favoriten im Bereich Taschenbuch und Hardcover.
  • Julia, als Leselust unterwegs, hat sich hier den Februar mal genauer angesehen und ihre Favoriten für Euch zusammengestellt.

Weiteres aus der Literaturwelt

Janine hat ein tolles Interview mit einem der wohl bekanntesten literarischen Influencer geführt: Florian Valerius, der auf Instagram als „Literarischer Nerd“ die Wunschlisten seiner Follower zum überquillen bringt. In diesem Sinne auch eine Warnung beim Lesen des Interviews – ihr werdet hinterher Bücher kaufen wollen 😉

Blogger und das Feuilleton haben ja durchaus manchmal eine schwierige Beziehung zueinander. Aber keine Sorge, ich verlinke nicht auf den x-ten „Blogger sind überflüssig/unprofessionel/bla“-Artikel oder die noch häufigeren „Das Feuilleton ist ja nur neidisch/zu faul neue Themen zu recherchieren/bla“-Gegenstimmen. Im Gegenteil: Ich möchte auf einen wirklich guten Artikel verlinken, der uns Büchermenschen vor Augen führt, wie wichtig unser liebstes Hobby für unsere Gesellschaft ist. In der FAZ erschien nämlich dieses Plädoyer für Bücher und ihre Auswirkungen auf die Demokratie. Also – Lob, wem Lob gebührt. Schaut mal rein!

Der Januar ist meist auch der Monat, in dem viele Menschen versuchen, neue Wege zu beschreiten, sich gesünder zu ernähren, achtsamer zu leben, oder einfach mal den „Mief“ des/der Vorjahre/s aus der Wohnung zu befördern. Karla, die als Buchkolumne die literarische Welt unsicher macht, hat passend dazu einen Blogbeitrag geschrieben, in dem sie fünf Wege für „alte“ Bücher aufzeigt, damit diese nicht im Altpapier landen. Die Ideen darin fand ich sehr spannend, vielleicht sind sie ja auch was für Euch!

Und eine Leseempfehlung kommt noch, von einem Blog, das ich erst kürzlich fand: Kia beschreibt auf ihrer Seite Kia Kahawa ihre Erfahrungen mit dem Wort „Nein“. Selten hat mich ein Artikel so nachdenklich gemacht und mich innerlich so nicken lassen. Seit ich kürzlich mit Selbstverteidigung/Selbstbehauptung angefangen habe, ist das Thema „Nein“ etwas, das mich nicht loslässt, über das ich irgendwie permanent nachdenke. Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber irgendwie kommt dieses Wort zu selten in meinem Wortschatz vor.

Weitere stöber-würdige Artikel findet Ihr auch bei den Bücherfrauen – schaut doch mal dort vorbei.

*Ins Leben gerufen wurde diese Aktion übrigens 2014 von Bücherphilosophin Katarina. Jeden ersten Sonntag im Monat stellt man zusammen, welche lesenswerten Artikel und Diskussionen man im Netz – insbesondere in der Buchblog-Welt – gefunden hat.

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8 Gedanken zu “Sonntagsleserin* 02_2018 – Rückblick auf den Januar

  1. Eine bunte Sammlung, die vieles aufgreift, das an mir vorüberging.

    Aber in einem sind wir uns einig: Der Januar war prappevoll mit guten Artikel. Auch ich hatte schon Mitte des Monats das Gros meiner Sonntagslesetipps zusammen, weshalb mein Beitrag auch so lang geworden ist (und dabei hatte ich manche Linktipps bereits in Voraussicht wegfallen lassen).

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    • Liebe Kathrin,

      vielen Dank für Deinen Kommentar – ich hatte leider noch nicht die Zeit ausführlich bei Dir zu stöbern, aber das kommt die Tage noch 🙂 So eine Sonntagsleserin ist ja auch immer ein Stöber-Vorrat 😀

      Aber ja, der Januar hatte es in sich! Ich bin gespannt, was ich Anfang März über den Februar schreibe ^^

      Liebe Grüße
      Sarah

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  2. Jööö, danke für die Erwähnung und Verlinkung. Jetzt bin ich glatt etwas..öhm..sprachlos. Freut mich, dass Dir die Rezension zu „Acht Berge“ gefallen hat.
    Ich habe mich hier jetzt wirklich eine halbe Stunde aufgehalten, rumgeklickt und gelesen. Man kommt hier also wirklich gut rum *g*.
    Haruki Murakami habe ich übrigens schon vor 10 Jahren gelesen. Hat also ziemlich gedauert bis diese Begeisterung zu uns rübergeschwappt ist. Derzeit ist dieser Murakami-Hype wirklich extrem. Ich halte mich dabei nun eher zurück, streiche über mein komplett zerfleddertes Exemplar von „Hard-boiled Wonderland“ und freue mich darüber, dass ich diesen Autor noch ganz unvoreingenommen lesen durfte *g*.
    Liebe Grüße aus Wien
    Conny

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    • Liebe Conny,

      sehr gerne doch und schön, dass Du viele Leseanregungen gefunden hat. Die „Sonntagsleserin“ macht sehr viel Spaß wenn ich sie schreibe und von daher hoffe ich immer, dass es meinen Lesern beim Stöbern auch Spaß macht.

      Ich glaube, der Murakami-Hype ist ein schöner Auslöser, diese Bücher mal zur Hand zu nehmen. Dadurch, dass es viele unterschiedliche Stimmen zu ihm gibt, ist es – für mich zum Glück – kein überwiegend positiver Hype und ich kann ganz neutral und neugierig herangehen. Also passt das schon 😉

      Liebe Grüße nach Wien,
      Sarah

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